Canon A1, meine analoge Prinzessin.

Die Canon A1 ist eine semiprofessionelle KB-Spiegelreflexkamera und war das Topmodell der A-Serie.

 

Die A-1 wurde von 1978 bis 1985 gebaut und verwendet Canons FD-Bajonett, das abwärtskompatibel zum Vorgänger FL-Bajonett ist. Besondere Bedeutung erlangte die A-1 dadurch, dass sie als erste über eine Vollautomatik – von Canon Programmautomatik genannt – verfügte, bei der Blendenwert und Verschlusszeit automatisch vom Mikroprozessor der Kamera bestimmt werden.

 

Des Weiteren war sie die erste Kamera, bei der Verschlusszeit und Blendenwert mittels 7-Segment-LEDs im Sucherbereich angezeigt werden. Sie kam zwei Jahre nach der Canon AE-1 – der ersten Kamera, die durch einen zentralen Mikroprozessor gesteuert wurde – auf den Markt.

 

Meine neue Alte:

 

Ca. 1995 habe ich für eine digitale Samsung meine Canon A1 mit Zubehör in Zahlung gegeben. Die Bisswunden in meinem Hinterteil sind bestimmt heute noch sichtbar.

 

In den letzten Jahren wuchs der Wunsch des "wiederhabenwollens".

 

Durch die Vermittlung eines Fotofreundes bin ich nach 20 Jahren Abstinenz seit Januar dieses Jahres wieder im Besitz einer SLR Canon A1 mit umfangreichem Zubehör. Zur weiteren Ausrüstung gehören noch ein niemals eingesetzter Motor-Winder in unversehrter Orginalverpackung und ein transistorgesteuertes Agfa-Blitzgerät, das noch ein paar Jahre mehr auf dem Sockel hat, aber ohne Fehler funktioniert. Baujahr der A1 liegt irgendwo im Produktionszeitraum von 1978 – 1983. Die Kamera war Gegenstand einer Erbmasse, von daher kann das Kaufdatum nicht mehr ermittelt werden. War aber auch egal. Nach der Beschreibung und einigen Fotos von der Ausrüstung wollte ich sie besitzen. Ganz wenige Gebrauchsspuren am Gehäuseboden zeugen von wenigen Auslösungen.

 

Die schwarze Lady habe ich bei der Firma "Schuck Foto&Video Service in 97447 Gerolzhofen" zum FP von 95,00 € + Porto und Versicherung generalüberholen lassen. Der Spiegelkasten ist jetzt neuwertig, alle Dichtungen sowie die Batteriekontakte wurden erneuert. Und das "Asthma" der Canon A-Serie ist kein Thema mehr. Sie schnurrt wieder wie fabrikneu und hat 1 Jahr Gesamtgarantie durch die Firma Schuck.
Pferdefuß bei der A1 ist leider, bei eingeschalteten Motorwinder mit unvorstellbaren 2 Bilder/Sek.(!!!) muss man bei einem 36'er Film schon überlegen, ob man auslöst oder nicht. Autofokus oder Dioptrien-Anpassung waren damals Utopiegedanken. Es gab sogenannte Okular-Ausgleichslinsen, die jedoch nur annähernde Werte hatten.

 

Dann doch lieber die Brille an die Augenmuschel gepresst und mit dem Schnittbildindikator scharf gestellt.

 

Für meinen Wunsch habe ich incl. Zubehör und Generalüberholung 505,67€ ausgegeben.

 

Ich denke, das hat sich meine A1 verdient.

 

Gerne gehe ich mit meiner neuen Alten ein paar Jahre Fototechnik zurück, weil... Fotohobby ist einfach geil (und mit der A1 noch etwas geiler).

 

Canon A1-Aufnahmen. Mit PhotoShop Elements 12 digitalisiert.